Maut Österreich

Mautabrechnung in Österreich mit der deutschen OBU

Der österreichische Mautbetreiber ASFINAG und Toll Collect haben eine Vereinbarung getroffen, nach der LKW mit mehr als 12 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht, die mit einer OBU von Toll Collect ausgestattet sind, diese  nun auch für die Mauterhebung in Österreich nutzen können.

Um als SVG-Kunde von der länderübergreifenden Mautabrechnung profitieren zu können, muss eine Registrierung über die ASFINAG erfolgen.
Formulare und Informationen für die ASFINAG-Regisitrierung finden Sie HIER.

Alle Vorteile auf einen Blick

  • Es wird für Deutschland und Österreich nur noch ein Fahrzeuggerät benötigt
  • Der Service TOLL2GO wird für die bestehenden GO-Maut-Kunden von den Mautbetreibern kostenfrei angeboten
  • Die Abrechnung erfolgt wie gewohnt über die SVG

Tarife

Seit dem 01.01.2015 gelten in Österreich folgende Mauttarife

Mauttarife Österreich

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Das GO-Mautsystem

Österreich hat auf Autobahnen und Schnellstraßen ein vollelektronisches kilometerbezogenes Mautsystem eingeführt. Die Maut gilt für LKW und Busse über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht und nennt sich "GO". Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen benötigen eine Vignette.
 
"GO" arbeitet auf Basis der Mikrowellentechnologie und besteht aus dem Fahrzeuggerät namens GO-Box sowie zahlreichen Mautportalen.  
Die GO-Box ist kaum größer als eine Zigarettenschachtel und kann vom Fahrer selbst mit selbstklebenden Haftstreifen innen an der Windschutzscheibe angebracht werden.
Bei der Durchfahrt unter einem Mautportal wird die Gebühr für die GO-Box registriert. Die Abrechnung der Maut erfolgt vollelektronisch zum Beispiel über die Mautservicekarte der SVG.  

Länderinformationen Österreich

Handyverbot in Österreich


Am 28. April 2016 hat der österreichische Nationalrat mit großer Mehrheit ein strenges Handyverbot am Steuer beschlossen. Während der Fahrt ist dem Fahrer das Telefonieren ohne Benutzung einer Freisprecheinrichtung sowie jegliche andere Verwendung des Mobiltelefons verboten. Als Navigationssystem darf das Mobiltelefon nur verwendet werden, wenn es fest im Fahrzeuginneren befestigt ist.

Abgasplakettenpflicht in Österreich

Seit dem 01. Januar 2015 gilt für alle in- und ausländischen Lkw, die ins Burgenland, nach Wien und in bestimmte Gebiete Niederösterreichs oder der Steiermark fahren, eine Abgasplakettenpflicht. Auch für Fahrten Richtung Slowenien/Kroatien, Ungarn und der Slowakei auf Autobahnen oder Schnellstraßen werden diese Abgasplaketten benötigt. Die Abgasplaketten sind nur in Österreich erhältlich und werden von Begutachtungsstellen nach § 57a Kraftfahrgesetz ausgegeben. Diese Begutachtungsstellen sind Kfz-Prüfstellen der Bundesländer, Autofahrerklubs und Kfz-Werkstätten. Bei Fahrten ohne Abgasplaketten in die Umweltzonen drohen hohe Bußgelder. Unsere deutsche Abgasplakette ist in Österreich nicht gültig. Weitere ausführliche Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Wirtschaftskammer Österreichs.

Autobahn A12 - Gefahrguttransporte

Die Einhausung der A12 bei Innsbruck-Amras wird wie ein Tunnel der Katergorie A gewertet. Damit ist das Befahren mit Gefahrgutfahrzeugen untersagt, soweit diese gekennzeichnet sind. Ausnahme: Ist das Fahrzeug mit einer Warnleuchte nach ECE-Regelung Nr. 65 ausgestattet und wird diese bei Tunneleinfahrt eingeschaltet, darf auch Gefahrgut in dieser Einhausung transportiert werden.

Bescheinigungen nach VO 561/2006

Auch Österreich verlangt für Tage, an denen keine Nachweis in Form von Schaublättern oder Daten auf der Fahrerkarte vorhanden ist, das maschinenschriftlich ausgefüllte Formblatt nach EU-Muster.

Winterreifen- und Schneekettenpflicht

Vom 1. November bis 15. April müssen in Österreich alle LKW über 3,5 t zGG und alle KOM mit Winterreifen (mindestens auf der Antriebsachse) ausgerüstet sein. Zusätzlich sind Schneeketten für mindestens zwei Antriebsräder mitzuführen und im Bedarfsfall aufzuziehen. Bei Radialreifen muss die Mindestprofiltiefe 5mm betragen, bei Diagonalreifen 6 mm.

Mietfahrzeuge

Wird mit gemieteten LKW in Österreich Güterbeförderung durchgeführt (auch Werkverkehr), muss der entsprechende Mietvertrag und, sofern der Fahrer nicht gleichzeitig Mieter ist, der Arbeitsvertrag mitgeführt werden.

Warntafeln nach ECE-Regelung Nr. 70

Im Österreichischen Kraftfahrgesetz ist geregelt, dass alle LKW mit mehr als 3,5 t zGG an der Fahrzeugrückseite diese Warntafeln angebracht haben müssen. Diese erhalten Sie in unserer Handelsabteilung.

Warnhinweis:

Vorsicht ist geboten, wenn eine GO-Box lediglich – zum Beispiel per PKW - durch die Alpenrepublik befördert werden soll. Denn auch, wenn die Box noch nicht an der Windschutzscheibe befestigt wurde, besteht die Gefahr, dass Gebühren berechnet werden. Um dies zu verhindern, muss die Box in einem speziellen Isolierbeutel verpackt werden, der an jeder österreichischen Vertriebsstelle kostenlos erhältlich ist.

Tipps für Zahlungsarten

Pre-Pay-Verfahren

Das Pre-Pay-Verfahren eignet sich für Unternehmen, die nur selten in Österreich unterwegs sind. Ähnlich wie bei einer Telefonkarte wird an einer österreichischen Servicestelle die Maut im Voraus bezahlt. Das Guthaben wird in der GO-Box gespeichert  und kann abgefahren werden. Ist das Guthaben verbraucht, kann die GO-Box an der nächsten Servicestelle wieder aufgeladen werden. Achtung: Nicht verwendetes Guthaben verfällt nach zwei Jahren!

Post-Pay-Verfahren

Für regelmäßige  Nutzer von österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen bietet sich das Post-Pay-Verfahren an. Dabei werden die tatsächlich gefahrenen Kilometer im Mautnetz erfasst und im Nachhinein über den SVG-Mautservice einfach und bequem abgerechnet.

Beide Verfahren sowie die GO-Box können über die SVG u.a. mittels der SVG Mautservicekarte abgerechnet werden
 
Das Bearbeitungsentgelt der Autobahngesellschaft für die GO-Box beträgt einmalig 5,00 Euro (inkl. MwSt). Beide Verfahren sowie die GO-Box können über die SVG abgerechnet werden.
 

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