Digitaler Tachograph (DTCO)

In allen EU-Ländern müssen bereits seit 2016 in neue LKW über 3,5 Tonnen und Busse mit mehr als acht Fahrgastsitzen digitale Tachographen eingebaut sein.

Auch für diesen Bereich ist die SVG ein kompetenter Ansprechpartner. Wir informieren, Schulen und bieten, gemeinsam mit unseren Partnern, Lösungen für Ihr Unternehmen.

Tipps für Unternehmer

  • Das Kfz-Kennzeichen muss spätestens 14 Tage nach Zulassung des Fahrzeuges durch eine autorisierte Werkstatt in den digitalen Tachographen eingegeben werden. Tipp: Nutzen Sie den Werkstattaufenthalt gleich zum Einbau einer OBU, um Standzeiten zu verringern. Dies setzt allerdings eine frühzeitige Registrierung bei Toll Collect voraus.
  •  Die Daten der Fahrerkarte und die Daten im Gerät selbst (Massenspeicher) müssen periodisch downgeloaded (aus dem Gerät übertragen) werden (Pflichtdownload in Deutschland: Fahrerkarte alle 28 Tage / Massenspeicher alle drei Monate. Um den Massenspeicher auszulesen benötigen Sie die Unternehmenskarte(n)
  • Die Daten der Fahrerkarte sowie die Daten des digitalen Tachographens (Massenspeicher) müssen periodisch ausgelesen werden (Laut Gesetz in Deutschland die Fahrerkarte alle 28 Tage / Massenspeicher alle 90 Tage. Um den Massenspeicher auszulesen benötigen Sie die Unternehmenskarte(n) sowie einen Downloadkey.
  • Fahrerkarten und Massenspeicher sowie die Diagrammscheiben der Altfahrzeuge können mit einer geeigneten Software ausgewertet werden.
  • Kenntnisse rund um den DTCO und die gesetzlichen Vorgaben sind unbedingt erforderlich. Hierfür bietet Ihre regionale SVG spezielle Schulungen für Unternehmen und Fahrer an.
  •  Für „gemischte“ Fuhrparks (analoger Fahrtenschreiber und neuer digitaler Tachograph) gilt: Zusätzlich zur Aufbewahrung der Diagrammscheiben müssen Transportunternehmen künftig in regelmäßigen Abständen auch eine Kopie der Massenspeicher- und Fahrerkartendaten archivieren.  Gem. § 4 Abs. 3 S.6 des Fahrpersonalgesetzes gilt:  „Der Unternehmer hat die von den Fahrerkarten und den Massenspeichern kopierten Daten  … ein Jahr ab dem Zeitpunkt des Kopierens zu speichern“  Des Weiteren ist eine weitere Sicherheitskopie auf einem separaten Datenträger anzufertigen (USB-Stick oder CD-ROM). Die Aufbewahrungsfrist beträgt 1 Jahr für digitale Daten. Die Ahndungsfrist für Verstöße gegen die Lenk- & Ruhezeiten sowie das Arbeitszeitgesetz jedoch 2 Jahre.
  •  Achten Sie darauf, dass die Fahrer im Besitz gültiger Fahrerkarten sind, wenn sie auf Fahrzeugen mit digitalem Tachographen fahren
  •  Die Fahrer müssen beim Wechsel zwischen Fahrzeugen mit digitalem und analogen Tachographen in Deutschland nur dann Ausdrucke bzw. handschriftliche Aufzeichnungen erstellen wenn das Gerät defekt und/oder die Fahrerkarte defekt bzw. verloren ist. Diese Aufzeichnungen sind dann gemeinsam mit den Diagrammscheiben mitführen.
  • Unter folgenden Bedingungen darf das Fahrzeug ohne Fahrerkarte durch den Fahrer bewegt werden:

1.)    Fahrerkarte ist defekt.

2.)    Fahrerkarte ist verloren gegangen.

3.)    Fahrerkarte wurde gestohlen

Trifft einer dieser drei Gründe zu, darf das Fahrzeug vom Fahrer 15 Tage ohne Fahrerkarte bewegt werden. Innerhalb von 7 Kalendertagen muss der Fahrer eine neue Fahrerkarte beantragt haben.

Des Weiteren muss vor Fahrtbeginn ein Tagesausdruck mit folgenden Angaben vom Fahrer erstellt werden.

1.)    Name des Fahrers

2.)    Führerscheinnummer oder Fahrerkartennummer

3.)    Unterschrift.

  • Bei Beendung der Fahrt ist nochmals ein Tagesausdruck mit den oben aufgeführten Angaben sowie den ausgezeichneten Aktivitäten zu erstellen.
  • Vorsicht: Die Ausdruck- bzw. Aufzeichnungspflicht beim Mischbetrieb kann in den Nachbarländern anders als in Deutschland gehandhabt werden.
  • Den Fahrern muss ausreichend Druckerpapier zur Verfügung gestellt werden, damit der gesetzeskonforme Betrieb jederzeit gewährleistet ist.
  • Mit speziellen Auswertungsprogrammen können Sie neben den Lenk- und Ruhezeiten beispielsweise die Fahrereinsatzplanung und die Einhaltung der EU-Sozialvorschriften prüfen. Darüber hinaus können Sie die Tourenplanung und Kostenkontrolleoptimieren und Zusatzservices nutzen.
  • Beim Einsatz von Mietfahrzeugen hat der Unternehmer, der ein Fahrzeug anmietet, zu Beginn und am Ende des Mietzeitraumes durch Verwendung der Unternehmenskarte sicherzustellen, dass die Daten des Fahrzeugspeichers über die mit dem Fahrzeug durchgeführten Fahrten übertragen und bei ihm gespeichert werden. Ist dies nicht möglich, ist durch den Fahrer zu Beginn und am Ende des Mietzeitraums jeweils ein Tagesausdruck zu fertigen und dem Unternehmer zur Aufbewahrung zu übergeben. ACHTUNG: Die gilt nur in Ausnahmefällen.  In diesem Fall muss der Vermieter auf Verlangen des Fahrzeugmieters, nach Beendigung des Mietverhältnisses bzw. spätestens drei Monate nach dessen Beginn oder der letzten Datenübermittlung die für den Fahrzeugmieter relevanten Daten in geeigneter Form zu Verfügung stellen. Oder es besteht zwischen beiden Parteien ein Vertrag der die Verwaltung und Aufbewahrung der digitalen Fahrzeugdaten regelt.

Vorgeschriebene Daten – Downloads

Massenspeicher:

  • Periodisch nach nationaler Regelung (alle drei Monate),
  • beim Verkauf des Fahrzeuges,
  • bei Stilllegung des Fahrzeuges und
  • beim Austausch eines defekten digitalen Tachographen in der Werkstatt


Fahrerkarte:

  • Periodisch nach nationaler Regelung (alle 28 Tage) Das Sozialministerium in Hessen empfiehlt jedoch einmal pro Woche für die Kontrolle der Sozialvorschriften.

Übersicht Download- /Datenarchivierung

Diagrammscheibe
Ablage der Diagrammscheibe
Digitaler Tachograph
Auslesen der Fahrerkarte (spätestens nach 28 Tagen) und des Massenspeichers (alle drei Monate) und Archivierung.
Manuelle Auswertung bzw. Auswertung mit Lesegerät und einer geeigneten Software.Auswertung mit einer geeigneten Software.

Auswirkungen des digitalen Tachographen auf den Fahreralltag

 Mit der Einführung des digitalen Kontrollgerätes ändert sich Grundlegendes im täglichen Arbeitsablauf jedes Lkw-Fahrers. Nachfolgend einige wichtige Punkte:
   
Jeder Fahrer muss eine auf seinen Namen persönlich ausgestellte Fahrerkarte beantragen.

Wenn die Fahrerkarte wegen Beschädigung, Verlust oder Diebstahl nicht mehr genutzt werden kann, ist der Fahrer verpflichtet, umgehend (spätestens nach 7 Tagen) eine neue Karte zu beantragen.
 
Bei Beschädigung, Verlust oder Diebstahl darf die Fahrt ohne Fahrerkarte während eines Zeitraums von höchstens 15 Kalendertagen fortgesetzt werden bzw. während eines längeren Zeitraums, wenn das für die Rückkehr des Fahrzeugs zu dem Standort des Unternehmens erforderlich ist, sofern nachgewiesen  werden kann, dass es unmöglich war, die Fahrerkarte während dieses Zeitraums vorzulegen oder zu benutzen. In diesen Fällen müssen am Ende der Fahrt die Angaben über die Zeitgruppen, die das digitale Kontrollgerät aufgezeichnet hat,  ausgedruckt werden und auf dem Ausdruck Angaben zur Person (Name und Nummer Ihres Führerscheins oder Name und Nummer der Fahrerkarte) gemacht  und mit  Unterschrift  versehen werden. (Der Tagesausdruck zu Fahrbeginn fehlt. S.o.)

So war es bisher:

Und so ist es heute:

Zum Arbeitsbeginn beschriften Sie eine Diagrammscheibe und legen diese in das Kontrollgerät.

Sie stecken Ihre Fahrerkarte in Schacht 1 bzw. als Beifahrer in Schacht 2.

Bei einer Ruhepause oder während der Ladezeiten stellen Sie das Kontrollgerät auf die entsprechende Aktivität um.

Sie müssen auch das digitale Kontrollgerät auf die jeweilige Aktivität umstellen.

Bei einem Fahrerwechsel tauschen Sie die Diagrammscheiben aus.

Sie tauschen die Fahrerkarten zwischen Schacht 1 und Schacht 2 aus.

Bei einer Kontrolle zeigen Sie dem Kontrollbeamten die erforderlichen Diagrammscheiben.

Der Kontrollbeamte steckt seine Kontrollkarte in Schacht 2 und macht einen Ausdruck oder einen Download der Daten.

Am Ende des Arbeitstages müssen Sie die Diagrammscheibe von Hand vervollständigen.

Sie entnehmen Ihre Fahrerkarte.

Alles über die Fahrerkarte

Wozu dient die Fahrerkarte?

Die Fahrerkarte ermöglicht die Speicherung von Lenk- und Ruhezeiten und enthält die Identitätsdaten des Fahrers.

Ab wann kann ich eine Fahrerkarte erhalten?

ab sofort

Welche Anforderungen muss ich für den Erhalt einer Fahrerkarte erfüllen?

  • Hauptwohnsitz in Deutschland
  • Berechtigung, ein Fahrzeug, das unter die EG-Verordnung 3820/85 fällt, zu führen
  • Besitz eines deutschen Kartenführerscheines (Ausstellungsdauer ca. 6 Wochen) bzw. Inhaber einer entsprechenden Fahrerlaubnis eines Mitgliedstaates der EU/EWR.
  • Identitätsnachweis (Personalausweis, Reisepass)
  • Lichtbild (Anforderungen: Qualitativ hochwertige Fotos sind die Voraussetzung für eine einwandfreie Verarbeitung des Bildes. Benötigt wird ein aktuelles Lichtbild/Passfoto in Farbe (45 - 35 mm), bei welchem das Gesicht mit direktem Blick in die Kamera zentriert auf dem Foto platziert ist. Der Bildhintergrund muss einen klaren Kontrast zu Gesicht, Haaren und Kleidung bilden, damit das Gesicht in allen Bereichen scharf abgebildet und klar ist, keine Kopfbedeckung).

Hinweis: Der Fahrer darf nur über eine gültige Fahrerkarte verfügen. Jede missbräuchliche Verwendung wird verfolgt und geahndet.

Wo erhalte ich eine Fahrerkarte?

Sie erhalten die Fahrerkarte bei der für Ihren Wohnsitz zuständigen Ausgabestelle.

Was kostet eine Fahrerkarte?

Zur Zeit zwischen 32 und 42 €.

Wer beantragt die Fahrerkarte ?

Der Fahrer selbst.

Wie lange dauert es, bis ich meine Karte erhalte?

Der Versand erfolgt innerhalb einer Woche nach Eingang des Antrages beim Kraftfahrzeugbundesamt. Expressbestellungen sind möglich.

Wie lange ist die Fahrerkarte gültig?

5 Jahre

Was muss ich tun, wenn die Gültigkeit der Fahrerkarte abläuft?

Wenn Sie die Erneuerung Ihrer Fahrerkarte wünschen, müssen Sie bei der zuständigen Stelle frühestens 6 Monate und spätestens 15 Werktage vor Ablauf der Gültigkeit einen entsprechenden Antrag stellen.

Wirkt sich der Entzug der Fahrerlaubnis auf die Fahrerkarte aus?

Nein. Allerdings dürfen Sie während des Entzuges der Fahrerlaubnis die Fahrerkarte selbstverständlich nicht nutzen.

Die Unternehmenskarte

Wozu dienen die Unternehmenskarten?

Die Unternehmenskarten weisen das Unternehmen aus und ermöglichen die Anzeige, das Herunterladen und den Ausdruck der Daten, die in dem Kontrollgerät gespeichert sind

Wer erhält die Unternehmenskarten?

Unternehmenskarten werden an den Unternehmer oder an die für den Fahrzeugeinsatz verantwortliche Person ausgegeben.



Alles über die Unternehmenskarte

Wozu dienen die Unternehmenskarten?

Die Unternehmenskarten weisen das Unternehmen aus und ermöglichen die Anzeige, das Herunterladen und den Ausdruck der Daten, die in dem Kontrollgerät gespeichert sind

Wer erhält die Unternehmenskarten?

Unternehmenskarten werden an den Unternehmer oder an die für den Fahrzeugeinsatz verantwortliche Person ausgegeben.

Wie erhalte ich eine Unternehmenskarte?

Der Antragsteller hat folgende Angaben zu machen und durch Unterlagen nachzuweisen:

  • Name, Anschrift und Sitz des Unternehmens
  • Geburts- und Familiennamen, Vornamen, Tag und Ort der Geburt sowie Anschrift des Unternehmers, bei juristischen Personen der nach Gesetz oder Satzung zur Vertretung berufenen Person sowie einer für den Fahrzeugeinsatz verantwortlichen Person
  • bei Erstausstellung: Gewerbeanmeldung

 Ab wann kann ich eine Unternehmenskarte erhalten?

ab sofort.

Wie lang sind die Unternehmenskarten gültig?

5 Jahre.

Wie viele Unternehmenskarten kann eine Firma haben?

Je nach den Unternehmensgröße. Sollten mehr als 62 Unternehmenskarten erforderlich sein, ist eine besondere Handhabung zu beachten.

Wo erhalte ich eine Unternehmenskarte?

 

Sie erhalten eine Unternehmenskarte bei der zuständigen Ausgabestelle

 

Was kostet eine Unternehmenskarte?

Zurzeit ca. 30 bis 42 Euro.

Wie lange dauert es, bis ich meine Karte erhalte?

Der Versand erfolgt innerhalb einer Woche nach Eingang des Antrages beim Kraftfahrzeugbundesamt. Expressbestellungen sind möglich.

Unser Service

Inhouse Software zum Auslesen, Auswerten, Speichern und Archivieren der Daten

Wollen Sie die Daten Ihrer digitalen Tachographen im Unternehmen auswerten, speichern und archivieren benötigen Sie hierzu unterschiedliche Hard- und Softwarekomponenten. Diese sollten auf die Größe Ihres Fuhrparks und Ihre Wünsche in Bezug auf Auswertungs- und Auslesequalität abgestimmt sein. Natürlich müssen dabei auch die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden.

Die SVG arbeitet beim Vertrieb der Inhouse Software zum digitalen Tachographen mit führenden Anbietern in diesem Markt zusammen.

Sprechen Sie uns an! Wir ermitteln zusammen mit Ihnen im persönlichen Gespräch die optimale Konfiguration für Ihr Unternehmen. Wir erklären Ihnen welche gesetzlichen Anforderungen Sie erfüllen müssen aber auch welche zusätzlichen Informationen Sie zur Verbesserung Ihrer betrieblichen Abläufe durch eine geeignete Auswertungssoftware erhalten können.

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